As I told you I was planning to write a bit about food and fitness and all this kind of health related stuff since I got more and more interested in it throughout the last year. Which has probably something to do with the fact that I had to start cooking for myself and that requires a lot of planning and work if you don’t fancy take-away food that much.
October 01, 2015
July 23, 2015
MACH WAS DU WILLST
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Seit letztem Sommer gibt eine einzige Frage, die jedes Mal im Raum steht, wenn sich mehrere Leute aus meiner alten Stufe nach einiger Zeit machen wiedersehen und ich denke, die meisten von euch kennen diese nur zu gut: Und, was machst du jetzt so? Ich glaube kaum, dass sich die Frage groß ändern wird in den nächsten Jahrzehnten, ist halt auch das einzige, was man ehemalige Mitschüler - also die, mit denen man sich immer nur so “ganz gut verstanden hat” - gut fragen kann um ein Gespräch zu starten, was sich nicht nur ums Wetter drehen soll. Ist ja auch eigentlich spannend zu erfahren. Was macht der jetzt? Wofür hat die sich entschieden?
Jetzt ist schon ein Jahr rum, seit dem wir uns (fast) alle auf sämtlichen 18. Geburtstagen gegenseitig versichert haben, dass wir uns für noch gar nichts entscheiden wollen und erstmal reisen, die Welt entdecken wollen und so, aber das ging dann doch so schnell und alle sind von sämtlichen Reisen zurück und stehen wieder hier. Und für die meisten von uns geht das Ganze von vorne los. Gut, ich hab mich mittlerweile entschieden, kaum einer guckt nicht fragend, wenn ich sage, dass ich anfange Liberal Arts and Sciences zu studieren. Kurze Erklärung meinerseits, interdisziplinärer Studiengang, man wählt sich seine Schwerpunkte so zusammen, langsames Nicken des Gesprächspartners und dann die Frage, die jedem gestellt wird, der auf die einleitende (“Was machst du so?”) nicht Jura, Medizin oder BWL antwortet: “Und was machst du dann damit?”
May 13, 2015
CONSCIOUSNESS - WAS WIR UNS ENDLICH BEWUSST MACHEN MÜSSEN
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In letzter Zeit gibt es mehr und mehr Outfit Posts auf meinem Blog, Fotos, bei denen nichts weiter als ein paar kombinierte Kleidungsstücke zu sehen sind und das har mich ein bisschen zum Nachdenken und jetzt auch zum Schreiben dieses Posts gebracht.
Ich habe in den letzten Jahren nach und nach mein Kaufverhalten ganz schön verändert (und bin trotzdem noch längst nicht da, wo ich mal sein will). Früher bin ich regelmäßig zum Shoppen in die Stadt gegangen, einfach, weil ich Lust hatte, oder Langeweile, oder Geburtstagsgeld übrig, oder so. Ich habe geguckt, ob ich was finde was mir gefällt und wenn es nicht so teuer war und auch ganz hübsch, dann hab ich es einfach gekauft. Das Teil hatte ich dann 2, 3 mal an, dann wanderte es im Stapel immer weiter nach unten, aber egal, war ja auch nicht so teuer. Mit der Zeit entwickelte sich in mir aber etwas, was auch erst mit dem Alter kommen kann, oder mit Reife, oder Erfahrung, oder den unzähligen abschreckenden Filmen, die in der Schule die Leute zum umdenken bewegen sollten. (Hat auch immer ganz gut funktioniert und für die ersten 30 Minuten nach Filmende angedauert, wurde dann aber oft ziemlich schnell vergessen. Nein, verdrängt.) Das was sich bei mir entwickelt hat ist Bewusstsein und mittlerweile ist es für mich zu einem der wichtigsten Werte im Leben geworden.
April 10, 2015
STREETS OF TRIBECA
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Manchmal ist New York einfach nur grau. Richtig richtig grau, der Himmel, der Asphalt. Aber die Luft ist trotzdem klar und so frisch, jetzt gerade im April, manchmal ein bisschen zu frisch und dann wird es plötzlich eiskalt, innerhalb weniger Stunden. Alle klappen die Kragen ihrer Mäntel noch höher und wickeln die Schals noch fester und rennen noch schneller durch die zugigen Straßen als sie es ohnehin schon immer tun (und bloß nie, nie den Fehler machen und in New York auf der Straße plötzlich langsamer werden oder sogar stehenbleiben, dann werden die sonst so höflichen, Abstand haltenden New Yorker auf einmal ganz schön fuchsig!). An solchen Tagen fegt der kalte Wind durch die Straßenschluchten- der Weg von der Subway Station zum rettenden Café kommt einem unendlich lange vor und wenn man es dann geschafft hat scheinen die 4 Dollar für den Milchkaffee gar nicht mehr so abwegig viel, weil, wer will dann schon wieder raus in die Kälte?
Aber sobald die ersten Sonnenstrahlen rauskommen und Temperaturen dann auch mal über 8° klettern tragen die New Yorkerinnen alle Flipflops. Paradoxerweise sind ihre Füße (fast) alle braungebrannt, was dann wohl entweder auf den Karibikurlaub zurückzuführen ist, oder einen recht hochfrequentierten Besuch im Sonnenstudio.
2 weitere Posts sind schon vorbereitet, die Stadt inspiriert mich so sehr ich hab so viele Ideen und Pläne und ganz ganz viel Motivation, die alle Umzusetzen. Fremde Städte tun einfach so gut.
January 29, 2015
29/01 MACH ES EINFACH!
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Was würden wir machen, wenn wir nicht scheitern könnten? Wir würden Pläne einfach canceln, auf die wir keine Lust haben und mal abends zuhause bleiben und Pizza bestellen. Einen Theaterworkshop machen, obwohl wir eigentlich lernen müssten. Spontan übers Wochenende wegfahren. Ein Buch schreiben, einen Film drehen. Die Leute anquatschen, die uns immer über den Weg laufen. Von Klippen ins Meer springen, einen Marathon laufen, Sushi machen. Gut gelaunt und optimistisch in die Klausur gehen. Anfangen, Gitarrenunterricht zu nehmen. Einfach abbrechen, alles nochmal hinschmeissen und das machen, worauf wir wirklich Lust haben. Nicht alles 5 mal überdenken. Unser Leben leben.
Und wir machen das nicht, weil wir Angst haben damit zu scheitern. Und dabei scheitern wir. Automatisch. Nicht, weil wir nicht gut genug sind, nicht ehrgeizig genug sind. Sondern weil wir nichts falsch machen, aus dem wir lernen können, keine Erfahrungen sammeln. Weil wir zu Perfektionisten werden und uns an allem stören was nicht reibungslos nach Plan verläuft. Und so steigern wir uns immer mehr darein, in die Angst vor dem Scheitern.
“Tu es!” heißt es in einem Artikel einer kürzlich erschienenen NEON, der mich dazu gebracht hat, das hier zu schreiben, und ja, wenn man den Artikel gelesen hat, weiß man, dass ich das irgendwie nur nochmal in meinen Worten zusammen fasse. Es geht mir aber auch nicht darum, hier gerade neue psychologische Erkenntnisse aufzustellen, sondern nur für euch - und für mich selber - das zu wiederholen, was da steht, weil es so unglaublich viel Sinn macht. Weil wir Sätze wie “Just do it!” täglich lesen und es nachher doch nicht machen.
| NEON / Februar 2015 |
Wir wachsen in einer Gesellschaft auf, die uns so unendlich viele Möglichkeiten bietet, was wir mit unserem Leben anfangen wollen. Was wir machen und wie wir unsere Zeit verbringen wollen. Uns stehen so viele Türen offen, wir gehören zu den privilegiertesten jungen Menschen dieser Welt. Uns wird Sicherheit geboten und wenn wir auch nur ein bisschen was dafür tun, können wir ein Leben führen, von dem die Mehrheit der Weltbevölkerung nur träumen kann. Wir haben die Wahl. Aber statt dankbar dafür zu sein, beschweren wir uns darüber, wie schwer es ist, sich entscheiden zu müssen. Wieso haben wir alle das Gefühl, wir müssen uns sofort und in allem irgendwie festlegen?
Ich habe in den ersten 18 Jahren meines Lebens gefühlte 10 verschiedene Sportarten gemacht. Und immer dachte ich, hey, das ist genau mein Ding, das will ich immer weiter machen, und dann hab ich im Jahr darauf aufgehört, weil ich doch lieber was anderes machen wollte was mich irgendwie viel mehr Spaß gemacht hat. Ich habe auch 4, 5 mal angefangen, ein Buch zu schreiben. Mindestens. Wir haben einen Film gedreht und ihn nie geschnitten. Ich habe Bücher nach der Hälfte zurück ins Regal gestellt. Na und? War das schlimm? Bin ich deswegen gescheitert?
Ich will hier jetzt nicht dazu auffordern, weniger ehrgeizig zu sein sondern vielmehr, zu akzeptieren, dass es mal nicht klappt. Dass wir manchmal erst nach mehreren Versuchen das finden, was wir wirklich machen wollen. Und das ist nicht schlimm!! Wir lernen daraus und werden immer besser, wir sammeln Erfahrungen, wir machen Fehler nicht nochmal (oder nicht mehr so oft). Von vorne anfangen, etwas verändern, hat nichts mit Aufgeben zu tun, sondern mit dem Mut, sich einer neuen Herausforderung zu stellen und der Disziplin, es immer wieder zu probieren. Sich immer weiter zu entwickeln, zu dem Menschen, der uns ausmacht.
Wir müssen mutig sein, und vielleicht manchmal auch ein bisschen unvernünftig, damit wir irgendwann da ankommen, wo wir sein wollen. Nicht wo man von uns erwartet zu sein. Wo wir selber sein wollen. Um am Ende nicht da zu sitzen und zu denken, hätte ich es doch einfach mal gemacht. Also, bitte, mach einfach! Mach, was du schon immer machen wolltest, mach was dir Spaß macht. Mach es, um draus zu lernen oder um später davon erzählen zu können. Mach das Beste aus deiner Zeit! Es wird schon alles gut gehen.
Wir müssen mutig sein, und vielleicht manchmal auch ein bisschen unvernünftig, damit wir irgendwann da ankommen, wo wir sein wollen. Nicht wo man von uns erwartet zu sein. Wo wir selber sein wollen. Um am Ende nicht da zu sitzen und zu denken, hätte ich es doch einfach mal gemacht. Also, bitte, mach einfach! Mach, was du schon immer machen wolltest, mach was dir Spaß macht. Mach es, um draus zu lernen oder um später davon erzählen zu können. Mach das Beste aus deiner Zeit! Es wird schon alles gut gehen.
So, und zum Schluss noch ein paar inspirierende Zitate, weil die dürfen ja bei solchen Posts nie fehlen und man kann sie sich immer so schön in Notizbücher und Planer schreiben, oder auf Postkarten, oder unter Instagram Fotos. Oder so.
The pessimist complains about the wind; the optimist expects it to change; the realist adjusts the sails.
William Arthur Ward
It's fine to celebrate success but it is more important to heed the lessons of failure.
Bill Gates
January 15, 2015
15/01 WARUM EIN HASHTAG NICHT GENUG IST
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Alle sind #charlie und alle vergessen dabei worum es wirklich geht. Ich weiß, dass ich über sowas eigentlich nicht blogge, vielleicht interessiert es euch auch nicht, weil es halt keine Reisefotos oder Musiktipps sind aber es ist nunmal so, dass ich doch immerhin ein paar hundert Leser erreiche und etwas loswerden möchte und vor allem, weil ich einfach nicht mehr auf eine so oberflächliche Art und Weise bloggen möchte wie bisher.
Durch die erschreckende Geiselnahme in Sydney im Dezember habe ich als erstes durch Instagram erfahren, auf meinem Feed waren plötzlich mehrere Bilder mit dem Hashtag #prayforsydney zu sehen und ein paar Sekunden später klickte ich mich auch schon durch tagesschau.de. Es gab Liveticker, es gab Videos, alles online, alles abrufbar, detailliert und bebildert, damit man eben schnell über das wichtigste Bescheid wusste und egal in welches Netzwerke ich mich einloggte, überall #prayforsydney. Ein Tag nach der Geiselnahme wurden in Pakistan über 120 Kinder von Terroristen erschossen. In den sozialen Netzwerken gab es kaum etwas über den Terroranschlag zu lesen.
Einige Wochen später sind mehr als drei Millionen Menschen #charlie und beweisen durch einen Trauermarsch Solidarität und Zusammenhalt nach einem Attentat auf französische Journalisten. Das ist das beste, was in einer solchen Situation passieren kann, das gibt Hoffnung und stärkt. Aber: wie viele dieser Millionen von Menschen wissen von 2000 Toten in der kleinen Stadt Baga in Nigeria, die durch die islamistische Terrormiliz Boko Haram kurze Zeit nach dem Attentat in Paris verbrannt wurden? Wie kann es sein, dass in der ganzen Welt in völliger Ausnahmezustand herrscht und soziale Netzwerke kollabieren, und dies NICHT auf Grund von 125 in einer Schule erschossenen Kindern und 2000 verbrannten Afrikanern? Dass da Dinge irgendwo zwischen Sydney und Paris passieren, die grausam, erschreckend und unerklärlich sind und man tatsächlich googlen, recherchieren, muss, um detaillierte Informationen darüber zu bekommen?
Irgendwas läuft hier falsch und das schon viel zu lange. Ich kann da nichts dran ändern und werde es vielleicht auch niemals können. Aber ich will daran erinnern, dass es manchmal nicht reicht, seinen Instagram oder Twitter Feed durchzuscrollen und dabei zu denken, man protestiere jetzt ganz stark mit und sei ganz nah dabei, obwohl man über den Liveticker und ein paar dramatische Fotos nicht hinauskommt. Wir können nicht mit Hashtags die Welt verbessern aber wir sollten anfangen, uns mal zu informieren, was da eigentlich wirklich vorgeht anstatt uns immer vorzumachen, ein mit Hashtag versehenes Foto würde viel verändern. Und vor allem uns nicht mehr nur mit ein paar Schlagzeilen und Fotostrecken aus Europa zufrieden geben. Da passiert leider noch so viel mehr!
Durch die erschreckende Geiselnahme in Sydney im Dezember habe ich als erstes durch Instagram erfahren, auf meinem Feed waren plötzlich mehrere Bilder mit dem Hashtag #prayforsydney zu sehen und ein paar Sekunden später klickte ich mich auch schon durch tagesschau.de. Es gab Liveticker, es gab Videos, alles online, alles abrufbar, detailliert und bebildert, damit man eben schnell über das wichtigste Bescheid wusste und egal in welches Netzwerke ich mich einloggte, überall #prayforsydney. Ein Tag nach der Geiselnahme wurden in Pakistan über 120 Kinder von Terroristen erschossen. In den sozialen Netzwerken gab es kaum etwas über den Terroranschlag zu lesen.
Einige Wochen später sind mehr als drei Millionen Menschen #charlie und beweisen durch einen Trauermarsch Solidarität und Zusammenhalt nach einem Attentat auf französische Journalisten. Das ist das beste, was in einer solchen Situation passieren kann, das gibt Hoffnung und stärkt. Aber: wie viele dieser Millionen von Menschen wissen von 2000 Toten in der kleinen Stadt Baga in Nigeria, die durch die islamistische Terrormiliz Boko Haram kurze Zeit nach dem Attentat in Paris verbrannt wurden? Wie kann es sein, dass in der ganzen Welt in völliger Ausnahmezustand herrscht und soziale Netzwerke kollabieren, und dies NICHT auf Grund von 125 in einer Schule erschossenen Kindern und 2000 verbrannten Afrikanern? Dass da Dinge irgendwo zwischen Sydney und Paris passieren, die grausam, erschreckend und unerklärlich sind und man tatsächlich googlen, recherchieren, muss, um detaillierte Informationen darüber zu bekommen?
Irgendwas läuft hier falsch und das schon viel zu lange. Ich kann da nichts dran ändern und werde es vielleicht auch niemals können. Aber ich will daran erinnern, dass es manchmal nicht reicht, seinen Instagram oder Twitter Feed durchzuscrollen und dabei zu denken, man protestiere jetzt ganz stark mit und sei ganz nah dabei, obwohl man über den Liveticker und ein paar dramatische Fotos nicht hinauskommt. Wir können nicht mit Hashtags die Welt verbessern aber wir sollten anfangen, uns mal zu informieren, was da eigentlich wirklich vorgeht anstatt uns immer vorzumachen, ein mit Hashtag versehenes Foto würde viel verändern. Und vor allem uns nicht mehr nur mit ein paar Schlagzeilen und Fotostrecken aus Europa zufrieden geben. Da passiert leider noch so viel mehr!
So und weil ich einfach noch ein bisschen üben muss freie Texte zu schreiben und es mir wirklich nicht leicht fällt hier noch zwei andere lesenswerte Artikel zu dem Thema: Horst und Brodt & The Guardian!











